Kleine Anfrage des Abgeordneten Michael Frisch

Betreff: Emotional-soziale-Entwicklungsstörungen (ESE) bei Kindern

In einem vom VBE beauftragten wissenschaftlichen Gutachten aus dem Jahr 2017 wird festgestellt, dass sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit diagnostizierten emotional-sozialen Entwicklungsstörungen in den vergangenen zwölf Jahren in Deutschland nahezu verdoppelt. Die Dunkelziffer liege noch deutlich höher. (Quelle: https://www.vbe.de/presse/2017/jeder-zweite-ese-schueler-benoetigt-intensivpaedagogische-foerderung/?L=0)

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

  1. Wie hat sich Anzahl der rheinland-pfälzischen Schüler, die einen attestierten Unterstützungsbedarf im Bereich „Emotionale und sozialen Entwicklung“ hatten, seit 2005 entwickelt? (Sofern die Klassifizierungen in der Vergangenheit geändert wurden, bitte die Zahlen der sachlich entsprechenden vorherigen Klassifizierungen angeben!)
  2. Wie viele dieser Schüler haben jeweils eine Förderschule bzw. eine Schwerpunktschule besucht?
  3. Welche Erkenntnisse liegen der Landesregierung über die Entwicklung der Anzahl der ESE-Kinder in den KiTas für den genannten Zeitraum vor?
  4. Wie hat sich die Anzahl der Kinder, bei denen im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung eine ESE-Störung diagnostiziert wurde, in diesem Zeitraum entwickelt?
  5. Auf welche Ursachen führt die Landesregierung den Anstieg der ESE-Störungen bei Kindern zurück?
  6. Betrachtet die Landesregierung diese Entwicklung als besorgniserregend?
  7. Falls ja, mit welchen Maßnahmen möchte die Landesregierung dieser Entwicklung gegebenenfalls entgegenwirken, falls nein, warum sieht sie keine Notwendigkeit dafür?

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