Die Fraktion der AfD hat mit Schreiben vom 28. Februar 2018 beantragt, folgenden Punkt gemäß § 76 Abs. 2 GOLT auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen:

„Medienkompetenz im Bereich der frühkindlichen Bildung“.

Begründung:

Im Alternativantrag der Fraktionen SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen vom 22. Februar 2018 wird die Landesregierung aufgefordert, „altersgerechte Konzepte der Medienkompetenz bereits im Bereich der frühkindlichen Bildung zu unterstützen“. Frühkindliche Bildung zielt per Definition auf die Förderung der kognitiven wie der körperlichen Entwicklung von Kindern ab Geburt bis ins Vorschulalter. Sie umfasst dabei unterschiedliche institutionelle Formen (Krippen, Kindergärten, Vorschulen etc.). Im Unterschied zum Schulwesen, welches gemäß Artikel 7 GG der Aufsicht des Staats unterliegt und damit einem hoheitlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag verfolgt, sind in der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten die Eltern die „originären Auftraggeber“, wie die Landesregierung selbst feststellt (17/647). Auch in der Medienerziehung ist damit das Elternrecht vorrangig zu beachten.

Die Landesregierung wird um Berichterstattung gebeten. Insbesondere geht es um folgende Fragen:

  1. Gibt es bereits „altersgerechte“ Konzepte zum Erwerb der Medienkompetenz im Bereich der frühkindlichen Bildung?
  2. Falls ja: Wie sehen die Inhalte dieser Konzepte konkret aus?
  3. Welche Maßnahmen zum Erwerb von Medienkompetenz sind geplant bzw. welche werden bereits jetzt im Bereich der frühkindlichen Bildung umgesetzt?
  4. Auf welche pädagogischen Ansätze und wissenschaftlichen Erkenntnisse stützen sich diese Konzepte?
  5. In welcher Weise werden Erkenntnisse der Lern- und Gehirnforschung in diesen Konzepten berücksichtigt?
  6. Welche empirisch gesicherten Erkenntnisse gibt es über die Vorstellungen von Eltern hinsichtlich einer frühkindlichen Medienerziehung?

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