In Fulda wurde heute von der Deutschen Bischofskonferenz eine Studie vorgestellt, die den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Kleriker in den vergangenen Jahrzehnten umfangreich dokumentiert.

Dazu erklärt der kirchenpolitische Sprecher der rheinland-pfälzischen AfD-Fraktion MdL Michael Frisch:

Als AfD teilen wir die Empörung über den massenhaften sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Priester. Es schmerzt ganz besonders, dass eine Institution, die anderen hohe moralische Standards abverlangt, selbst in so eklatanter Weise diese Standards verletzt hat. Wir fordern die Kirche auf, die Verantwortlichen – soweit noch möglich – ohne Ansehen der Person und des Amtes zur Rechenschaft zu ziehen und die Opfer angemessen zu entschädigen. Zudem müssen in den kirchlichen Strukturen effektive Kontrollmechanismen installiert werden, die solche schlimmen Verbrechen in Zukunft weitestgehend verhindern. Es darf nie wieder passieren, dass jungen Menschen derartiges Leid im Namen der Kirche zugefügt wird.

Gleichzeitig sollten wir uns vor einer undifferenzierten und pauschalen Verurteilung aller Kleriker hüten. Als praktizierender Katholik kenne ich viele Priester, die ihren Dienst an den Menschen gewissenhaft, im Einklang mit den moralischen Normen der Kirche und mit großem Engagement erfüllen und dadurch auch einen wichtigen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten. Es wäre ungerecht, sie jetzt ausnahmslos unter einen Generalverdacht zu stellen.“