Zur aktuellen Corona-Krise und den von der Landesregierung in Absprache mit der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen äußert sich der Trierer Landtagsabgeordnete und stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Michael Frisch wie folgt:

„Als studierter Mathematiker bin ich entsetzt über die mangelhafte Datengrundlage, auf der die jetzt beschlossenen Maßnahmen gründen. Wie gerade auch die zuständigen Fachwissenschaftler bemängeln, liegen die für eine Beurteilung der Sachlage wesentlichen Zahlen nicht vor. So wissen wir weder wie hoch die Anzahl der tatsächlich infizierten Personen ist noch wie viele inzwischen in Krankenhäusern bzw. auf Intensivstationen behandelt werden. Was die Todesfälle betrifft, haben wir zumeist keine Kenntnis darüber, ob diese ausschließlich durch den Corona-Virus oder im Zusammenspiel mit anderen Erkrankungen verursacht waren. Auch über die Altersstruktur der Erkrankten gibt es keine gesicherten Informationen. Dabei sind alle diese Daten unabdingbar, um eine Aussage über die mit der Epidemie verbundenen Gefahren und insbesondere deren lebensbedrohliche Auswirkungen treffen zu können. Könnte man beispielsweise aufgrund umfassender Testungen von einer um den Faktor 10 erhöhten Zahl an weitgehend symptomlosen Infizierten ausgehen, dann würde sich die prognostizierte Sterblichkeitsrate um den gleichen Faktor und damit drastisch verringern. Gleichermaßen wäre das exakte Wissen um die Altersstruktur und den vorherigen Gesundheitsstatus der schwer Erkrankten hilfreich, um die jetzt vorgesehenen strengen Quarantäne-Maßnahmen auf eine bestimmte, besonders gefährdete Gruppe zu beschränken und so die damit verbundenen sozialen und wirtschaftlichen Nebenwirkungen zu minimieren.“

Frisch stellt fest: „Solange wir keine genauen Daten haben, fährt die Politik auf Sicht. Das aber ist sowohl wegen der mit dem Virus verbundenen Gesundheitsbedrohungen als auch im Hinblick auf die immensen Folgen der jetzt beschlossenen Maßnahmen für unsere Wirtschaft verantwortungslos. Die AfD-Fraktion fordert daher die Landesregierung auf, umgehend dafür zu sorgen, dass die notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt werden können. Dazu benötigen wir flächendeckende oder zumindest in repräsentativen Stichproben durchgeführte Tests, die sich nicht auf Menschen mit mehr oder weniger schweren Symptomen beschränken. Wir brauchen exakte Zahlen über Infektionen, gestorbene und geheilte Patienten mit Alter und jeweiligen Vorerkrankungen, über die Belegung unserer Krankenhäuser, Intensivstationen und Beatmungsgeräte mit Corona-Patienten, sowie über Art und Dauer möglicher Behandlungen. Nur so ist es möglich, die richtigen Entscheidungen zu treffen und sowohl der Gefahr einer Relativierung der Gesundheitskrise als auch der nicht minder großen Gefahr überzogener Reaktionen mit katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Folgen und einer massiven Einschränkung von Freiheitsrechten zu entgehen.“

Michael Frisch ist stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz und Landesvorsitzender der AfD-Rheinland-Pfalz