Michael Frisch (AfD): „Leben schützen in der Krise: Schwangerschaftskonfliktberatung muss auch während der Corona-Pandamie unbedingt aufrechterhalten werden“

Die Linksfraktion im Deutschen Bundestag hat in einem Antrag gefordert, die im § 218 a gesetzlich vorgeschriebene Beratungspflicht vor einem Schwangerschaftsabbruch wegen der Corona-Pandemie in Absprache mit den Ländern auszusetzen. Damit geht sie weit über die bereits getroffene Regelung hinaus, die eine telefonische Beratung schwangerer Frauen ermöglicht hat.

Dazu erklärt der familienpolitische Sprecher der rheinland-pfälzischen AfD-Fraktion Michael Frisch: „Wir tun zurzeit alles dafür, um das Leben von Menschen vor der Bedrohung durch das Corona-Virus zu schützen. Es wäre völlig widersinnig, gleichzeitig die Angebote abzuschaffen, die schwangeren Frauen zu einer lebensbejahenden Entscheidung verhelfen sollen. Eine sachliche Begründung dafür, eine in einem vier Augen-Gespräch geführte Beratung unter Beachtung entsprechender Schutzmaßnahmen abzulehnen, gibt es zudem nicht. Sehr wohl aber sind der persönliche Kontakt und die unmittelbare Zuwendung für Frauen im Schwangerschaftskonflikt wesentliche Voraussetzungen für eine gute Entscheidung. Wir sind daher der rheinland-pfälzischen Familienministerin Anne Spiegel dankbar, dass sie gerade hier das Angebot eines direkten, nicht nur telefonischen Beratungsgesprächs aufrechterhalten will.“

Frisch erklärt weiter: „Wie die Erfahrungen der Beratungsstellen zeigen, fühlen Frauen sich in einer solchen Situation häufig allein gelassen und unter Druck gesetzt. Es ist daher Aufgabe und Verpflichtung des Staates dafür zu sorgen, dass sie eine ausführliche Beratung bekommen, die ihnen die Angst nimmt und Perspektiven für ein Leben mit ihrem Kind aufzeigt. Die bei jeder wichtigen Operation selbstverständliche Beratungs- und Bedenkzeit darf nicht ausgerechnet dann zur Disposition gestellt werden, wenn der Tod eines ungeborenen Kindes die Folge sein kann. Umso bedauerlicher ist es, dass die Linke versucht, die Corona-Krise dazu zu nutzen, um ihre alten Forderungen nach einer weiteren Aufweichung des Lebensschutzes in Deutschland durchzusetzen.“

Michael Frisch ist stellvertretender Vorsitzender und familienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.